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Benchmarking nationaler und regionaler Politiken zur Förderung der Wettbewerbsfähigkeit des IKT-Sektors in der EU

Da der IKT-Sektor weiterhin einer der wichtigsten Treiber für das wirtschaftliche Wachstum und Produktivität sowie bei der Schaffung von Arbeitsplätzen darstellt, wurde im Auftrag der Europäischen Kommission ein Benchmarking nationaler und regionaler Politiken zur Förderung der Wettbewerbsfähigkeit des IKT-Sektors in der EU durchgeführt. Hauptziel der Studie war die Erweiterung der Wissensbasis über erfolgreiche Politikmaßnahmen in Europa, die für die Förderung der Wettbewerbsfähkeit des IKT-Sektor Vorbildcharakter haben können.

Im Rahmen der Studie wurden aktuelle Regierungspraktiken zur Förderung der Wettbewerbsfähigkeit des IKT-Sektors in der EU identifiziert und anhand vordefinierter Benchmarking-Kriterien bewertet. Es wurden insgesamt elf beispielhafter Politiken zur Förderung der Wettbewerbsfähigkeit des IKT-Sektors ausgewählt und genauer analysiert. Schließlich wurden Empfehlungen für Schwerpunktsetzungen und die Gestaltung von Politikmaßnahmen abgeleitet.

Der Endbericht wurde im Rahmen eines High-Level Workshops am 12. November 2004 der Öffentlichkeit vorgestellt. Die Ergebnisse dienen der Kommission als Ausgangspunkt für eine detailliertere Analyse der Wettbewerbsfähigkeit des IKT-Sektor in Europa.

Status

Abgeschlossenes Projekt (01/2004 – 07/2004)

Auftraggeber

Europäische Kommission, Generaldirektion Unternehmen, Unit D4

Partner

  • Netherlands Organisation for Applied Scientific Research, Institute for Strategy, Technology and Policy (TNO-STB)
  • Louis Lengrand & Associates (LL&A)

Publikationen

Buch

Friedewald, Michael, Richard W. Hawkins, Isabelle Chatrie, Simone Kimpeler, Louis Lengrand, Martijn Poel, and Julie Rachidy, Benchmarking national and regional policies in support of the competitiveness of the ICT sector in the EU, Fraunhofer IRB Verlag, Stuttgart, 2005.

Deliverables

Friedewald, Michael, Simone Kimpeler, Richard W. Hawkins, Martijn Poel, Louis Lengrand, Isabelle Chatrie, and Julie Rachidy, „Benchmarking national and regional policies in support of the competitiveness of the ICT sector in the EU“, Final Report prepared for European Commission, Directorate-General Enterprises, D4 ISI, Karlsruhe, 2004. http://europa.eu.int/comm/enterprise/ict/policy/doc/ict-pol-finrep.pdf

Friedewald, Michael, Simone Kimpeler, Richard W. Hawkins, Martijn Poel, Louis Lengrand, Isabelle Chatrie, and Julie Rachidy, „Benchmarking national and regional policies in support of the competitiveness of the ict sector in the EU. Annex: Country reports“, Fraunhofer ISI, Karlsruhe, 2004. http://europa.eu.int/comm/enterprise/ict/policy/doc/ict-pol-annex.pdf

Artikel

Friedewald, Michael, Richard W. Hawkins, and Simone Kimpeler, „Assessing European national policies to support the competitiveness of information and communication technology producers“, Info: The journal of policy, regulation and strategy, Vol. 8, No. 5, 2006, pp. 23-36.

Wechselseitiges Verhältnis hochbitratiger Funknetze in künftigen Telekommunikationsmärkten

Hintergrund der Studie war die Einführung unterschiedlicher hochbitratiger Funknetztechnologien, namentlich des Mobilfunks der dritten Generation (UMTS), drahtloser lokaler Netze (WLAN) und des digitalen terrestrischen Rundfunks (DVB-T) in den Jahren 2002/03. Flankierend treten Konvergenzentwicklungen sowohl auf Netz-, Endgeräte- und Diensteebene, aber auch auf Ebene der betroffenen Märkte selbst hinzu. Die Studie geht insoweit von einer Verschiebung der Wertschöpfung von der reinen Übertragung zu Diensten und Inhalten aus. Dabei wird insbesondere ein Bedeutungsgewinn von Informations- und Unterhaltungsdiensten erwartet. Aufgrund unterschiedlicher Anforderungen sei jedoch die Wahl der adäquaten Übertragungstechnik der entscheidende Erfolgsfaktor für künftige mobile Telekommunikationsdienste.

Ein erhebliches praktisches Problem identifziert die Studie im Bereich der Endgeräte für mobile Dienste. Hier fehle es sowohl für UMTS- als auch für WLAN-Anwendungen an ausgereiften und bedienungsfreundlichen Endgeräten. Die Vielzahl höchst unterschiedlicher Endgeräte führe überdies zu einem erhöhten Entwicklungsaufwand für Diensteanbieter. Andererseits könne aber die gezielte Entwicklung zielgruppenspezifischer Endgeräte die Nutzung neuer Dienste fördern. Insoweit komme dem Einsatz standardisierter Betriebssysteme und Softwareplattformen entscheidende Bedeutung zu.

Insgesamt wird UMTS die dominante Übertragungstechnologie für den Massenmarkt der Mobilkommunikation werden (bzw. mit Blick auf die Weiterentwicklung von GSM: bleiben). Bei WLAN werden als zentrale Probleme der Sicherheitsaspekt und das Roaming zwischen verschiedenen WLAN-Netzen sowie damit in Verbindung stehend ein insuffizienter Standardisierungsgrad identifiziert. WLAN hat sich vor allem als auf die Bedürfnisse von Geschäftskunden zugeschnittene Zugangstechnologie zum Internet positioniert, wohingegen eine Ausweitung dieses Marktes in Richtung auf Privatkunden derzeit nur in Ansätzen erkennbar ist. Mit Blick auf WiMAX ist angesichts der technischen Eigenschaften und des Entwicklungsstandes vorerst nicht davon auszugehen, dass diese Technologie bald viele andere Netze überflüssig machen dürfte. DVB-T, schließlich, ist vor allem auf die Anforderungen des digitalen Fernsehens zugeschnitten und stellt daher nur in engen Grenzen eine Konkurrenz zu UMTS und WLAN dar. Auch begrenzt die regulatorische Zersplitterung und die auf absehbare Zeit fehlende Flächendeckung eine Verbreitung, die Voraussetzung für eine entsprechende Konkurrenzstellung wäre.

Angesichts der existierenden Technologievielfalt müssen neue Informations- und Kommunikationsdienste auf der Basis unterschiedlicher Netztechnologien funktionieren. Offene Plattformen für Mehrwertdienste gewinnen daher eine zentrale Bedeutung.

Status

Abgeschlossenes Projekt (08/2003 – 03/2004)

Auftraggeber

Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit (BMWA)

Partner

Fraunhofer-Institut für offene Kommunikationssysteme (FOKUS)

Publikation

Friedewald, Michael, Peter Zoche, Karsten Knüttel, Thomas Magedanz, Ilona Schubert, Davider Pal Singh, Jens Tiemann, and Peter Weik, „Wechselseitiges Verhältnis hochbitratiger Funknetze in künftigen Telekommunikationsmärkten“, Bericht an das Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit Fraunhofer ISI, Fraunhofer FOKUS, Karlsruhe, Berlin, 2004.